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Der Wachposten, Carl Schindler
Carl Schindler, portraitCarl SchindlerAllemagne, 1821–1842

Der Wachposten

Painting

Peut-on la contempler ?

Inconnu

Österreichische Galerie Belvedere

Vienne, Autriche

Le propriétaire est connu ; on ignore si l’œuvre est exposée aujourd’hui.

Dans cet état depuis
27 sept. 2026
Source
Le musée
Sur la cartePage du musée

À propos du tableau

Selon le musée — en allemand

Bereits mit 17 Jahren erhielt Carl Schindler vom Verlag L. T. Neumann den Auftrag zu einer umfangreichen Folge von Militärszenen, die als Vorlage für Lithographien dienen sollten. Sowohl diese Arbeit, als auch die vielfältigen, teilweise farbenprächtigen Uniformen, die das Erscheinungsbild Wiens in den zwanziger und dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts prägten, mögen ausschlaggebend gewesen sein, dass er sich intensiv dem Soldatengenre widmete. Militärdarstellungen waren in der österreichischen Kunst erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Form von Militärkostümblättern zu finden, deren Gestaltung nach 1800 durch die Hinzufügung von Hintergrundfiguren belebt wurden.

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Obwohl Schindler wegen seiner schwachen Gesundheit weder Kriegsereignisse, noch den Militärdienst in Friedenszeiten persönlich miterleben konnte und trotz seines kurzen Lebens (der Maler starb bereits mit 21 Jahren an Lungentuberkulose) gelang es ihm, das bis dahin in Österreich kaum bekannte "Soldatengenre" zu seiner Hochblüte zu führen. Seine teils im bürgerlichen, teils im bäuerlichen Milieu angesiedelten Erzählungen, aber auch Marschdarstellungen und Kampfszenen stellen dabei den Soldaten als Menschen in den Mittelpunkt. — Der Offizier, der beim sonntäglichen Spaziergang einem salutierenden Wachtposten dankt, gehört zu den bekanntesten Werken des jungen Malers. Die Kulisse ist der Hauptplatz der Garnisonsstadt St. Pölten, in der das Infanterieregiment Nr. 49 stationiert war.

Das Gemälde wurde 1840 in der Akademieausstellung präsentiert, und bereits damals erkannten die Kritiker die thematische Anregung durch die Lithographie "Les Honneurs partagés" (1838) von Francois Auguste Biard. Als negativ aber wurde der dem Aquarell ähnliche dünnflüssige Farbauftrag gewertet, worin man eine mangelnde Beherrschung der Ölmalerei zu erkennen glaubte. Die Duftigkeit im Pinselstrich, die sich teilweise nur auf Andeutungen beschränkt, geht auf Peter Fendi zurück, bei dem Schindler ab 1837 privaten Mal- und Zeichenunterricht erhalten hatte und zählt zum malerischen Charakteristikum des jungen Künstlers. — Literatur: Kehl-Baierle, S.: Carl Schindler (1821-1842). Maler und Aquarellist der Wiener Biedermeierzeit, Diss. phil. (unpubliziert), Wien 1988; Wiener Biedermeier. Malerei zwischen Wiener Kongreß und Revolution, Ausst. Kat. Kunstforum Wien, München 1993, Kat. Nr. 139. — [Sabine Grabner, in: Dies.: Romantik, Klassizismus, Biedermeier. In der Österreichischen Galerie Belvedere, 2. verb. Aufl. Wien 1997, S. 114-115]

Österreichische Galerie Belvedere

Notice

Au catalogue

PeinturesPeinture allemande

Sources

  • Österreichische Galerie Belvedere
  • Image : Österreichische Galerie Belvedere — CC BY-SA 4.0

Autres œuvres : Carl Schindler

Toutes les œuvres
A Young Officer Saying Farewell to His Family, Carl Schindler, 1841

A Young Officer Saying Farewell to His Family

1841 · Non exposée · National Gallery of Art

Die Hochzeitsfahrt, Carl Schindler

Die Hochzeitsfahrt

Albertina

Schwur zur Fahne, Carl Schindler

Schwur zur Fahne

Albertina

Assentierung zum k.k. Infanterieregiment Nr. 49 in St. Pölten, Carl Schindler

Assentierung zum k.k. Infanterieregiment Nr. 49 in St. Pölten

Albertina

Der zornige Invalide, Carl Schindler

Der zornige Invalide

Albertina

Landschaftsstudie mit wanderndem Bauernburschen, Carl Schindler

Landschaftsstudie mit wanderndem Bauernburschen

Albertina

Die Raststunde einer Stafette (Chevauxlegerregiment Nr. 6, 1839-1841 in Wien garnisoniert), Carl Schindler

Die Raststunde einer Stafette (Chevauxlegerregiment Nr. 6, 1839-1841 in Wien garnisoniert)

Albertina

Bildnisstudie eines Offiziers des Infanterieregiments Nr. 49 und Orden, Carl Schindler

Bildnisstudie eines Offiziers des Infanterieregiments Nr. 49 und Orden

Albertina

De la collection : Österreichische Galerie Belvedere

Page du musée
Die Ebene von Auvers, Vincent van Gogh, 1890

Vincent van Gogh

Die Ebene von Auvers, 1890

Stillleben mit fünf Flaschen, Vincent van Gogh, 1884

Vincent van Gogh

Stillleben mit fünf Flaschen, 1884

Eine Allee in Monets Garten in Giverny, Claude Monet, 1902

Claude Monet

Eine Allee in Monets Garten in Giverny, 1902

Der Koch (Le Père Paul), Claude Monet, 1882

Claude Monet

Der Koch (Le Père Paul), 1882

Angler auf der Seine bei Poissy, Claude Monet, 1882

Claude Monet

Angler auf der Seine bei Poissy, 1882

Amalie Zuckerkandl, Gustav Klimt, 1917–1918

Gustav Klimt

Amalie Zuckerkandl, 1917–1918

Dame in Weiß, Gustav Klimt, 1917–1918

Gustav Klimt

Dame in Weiß, 1917–1918

Johanna Staude, Gustav Klimt, 1917–1918

Gustav Klimt

Johanna Staude, 1917–1918