
Darf man es sehen?
Wien, Österreich
Der Eigentümer ist bekannt. Ob es heute ausgestellt ist, sagt das Museum nicht, und Raten haben wir nicht gelernt.
Diese Standfigur zeigt Schepses-ptah in der üblichen Haltung mit vorangestelltem linken Bein. Er trägt eine schulterlange Löckchenperücke, welche die Ohren verdeckt und einen sogenannten "Vorbauschurz". Bei diesem Schurztyp wird der Stoffüberschuß vorne zu einer großen schrägen Quetschfalte gelegt und oben hinter die Gürtung gesteckt. Vor allem in der 5. und 6. Dynastie ließen sich Vornehme bevorzugt mit solchen Vorbauschurzen darstellen. Die Mastaba des Schepses-ptah besitzt zwei Statuenräume (Serdab), in denen insgesamt vierzehn Statuen gefunden wurden. Zunehmender Reichtum, aber auch die Angst, daß eine einzige Ka-Statue für den Totenopferkult nicht ausreichend sei, führten zur Aufstellung einer größeren Anzahl von Statuen im Grab. Meist waren diese unterschiedlichen Typs: Der Grabherr ließ sich - so wie hier - entweder allein, als Doppelstatue oder aber in hockender Stellung als Schreiber oder Lesender darstellen.
Kunsthistorisches Museum Wien