
Darf man es sehen?
Wien, Österreich
Der Eigentümer ist bekannt. Ob es heute ausgestellt ist, sagt das Museum nicht, und Raten haben wir nicht gelernt.
Die Figur einer geierköpfigen Gottheit ist aus einem Stück geschnitzt. Beide Arme, die separat gearbeitet sind, hängen seitlich neben dem Körper herab. Der Gott steht in Schrittstellung auf einem quaderförmigen Sockel. Er trägt eine Strähnenperücke, einen breiten, aufgemalten Schmuckkragen und einen Schendit-Schurz. An den Handgelenken sind Armbänder dargestellt. Außergewöhnlich sind die drei roten (Sonnen-)Scheiben, die vorne auf den beiden Schultern und beim Nabel aufgemalt sind. Dadurch wird der Gott als einer der Sternengötter charakterisiert, wie sie z. B. von der astronomischen Decke des Grabes von Sethos I. im Tal der Könige her bekannt sind. Das gesamte Stück weist feine Details auf, die in Bemalung auf einer dünnen Stuckschicht angegeben sind.
Kunsthistorisches Museum Wien