Darf man es sehen?
Wien, Österreich
Der Eigentümer ist bekannt. Ob es heute ausgestellt ist, sagt das Museum nicht, und Raten haben wir nicht gelernt.
Riesige Vögel – vermutlich Mönchsgeier, fälschlicherweise als Adler betitelt – sitzen vor einer Bergkette und warten auf den Morgen. Dieses rätselhafte Werk stammt vom Autodidakten Karl Huck, der sich auf Tierbilder spezialisiert hat. Die Künstlervereinigung Hagenbund zeigt es 1908 zum 60-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph im „Kaiserhuldigungsraum“. Löwen und Greifvögel zählen zu den wichtigsten Wappentieren der Habsburger. Das Gemälde wird nach der Ausstellung für die Moderne Galerie im Belvedere angekauft, Huck für das Bild auf der Düsseldorfer Kunstausstellung geehrt. Nach zahlreichen Präsentationen verliert das Werk an Popularität und verschwindet im Depot. Nach aufwendiger Restaurierung ist es nun zum ersten Mal seit 1926 wieder zu sehen.
Österreichische Galerie Belvedere